Ewige Verdammnis-Verloren für immer!
Ewiger Strafzustand
Der Glaubenssatz über die Hölle lautet:
Es gibt einen Strafzustand der von GOTT verworfenen Engel und Menschen, den wir Hölle nennen. Dieser Strafzustand ist ewig.
Die Auserwählten gelangen also mit Christus in die ewige Glorie; die Verdammten aber mit dem Teufel in die ewige Strafe.
Christus hat furchtbare Worte über die Hölle gebraucht:
,,Untergang, «ewige Züchtigung, Ort des Hinausgestossenseins in die Finsternis, wo Heulen und Zähneknirschen sein werden, «in den Flammen der Peinigung, «Feuerofen, «die Feuerhölle»
(Mt 10, 28, 7,13, 25, 46, 26, 24, 8, 12, 13, 42, Lk 16, 24, Mk 9, 43).
Der heilige Apostel Judas nennt die Hölle:
Pfuhl, der von Feuer und Schwefel brennt» (Jud 21, 8). «Der Rauch ihrer Qualen wird aufsteigen in Ewigkeit (Jud 14, 11). «Tag und Nacht werden sie gequält werden in Ewigkeit (Jud 20, 10).
Wollte man behaupten, die Schrift meine mit dem Worte ewig nur eine sehr lange Zeitdauer, so spricht, was die Ewigkeit der Hölle angeht, das Wort Christi bei Matthäus (25, 46) eine deutliche Sprache: «Und diese (die Verdammten) gehen ein in die ewige Strafe, die Gerechten aber ins ewige Leben. Der Herr spricht dieses Wort vom Weltgerichte, danach bleibt der Zustand von Himmel und Hölle ohne Änderung erhalten.
In dieser Welt hat der Unglückliche noch irgend etwas Gutes, in der Hölle gibt es für den Verdammten nichts mehr, was ihn erfreuen könnte. Der Ort ist ein schrecklicher Kerker, die Gesellschaft ist entsetzlich, einer quält den andern. Es gibt niemand, bei dem man sich beschweren kann. Es gibt niemand, bei dem man sich aussprechen kann. Der eigene Leib ist einem zu einer entsetzlichen Last. Die Seele ist von verzweifelten Gewissensbissen geplagt. Das ganze Geschöpf wird von ständigem Hass vergiftet, ohne um zukommen. Der Blick in die Vergangenheit ist eine einzige Marter, weil er sieht, wie leichtfertig das Leben und wie leicht der Himmel zu erobern war. Der Blick in die Zukunft ist die reinste Verzweiflung, da es keinen Ausweg aus dem Ort der Qualen gibt. Das ganze Dasein der Verdammten ist eine einzige Ruine. Sie bleiben auf ewig Krüppel.
In die Hölle kommen also alle, die Gott in diesem Leben nicht lieben, die sich keine Gewalt antun, das Himmelreich an sich zu reissen. In die Hölle kommen alle, die in der Sünde leben und in Unbussfertigkeit sterben. Auch ich komme in die Hölle, wenn ich so lebe wie sie. Vielleicht wäre ich schon längst verloren, hätte nicht GOTTES Barmherzigkeit mich noch am Leben erhalten. Ich will in Zukunft die Zufluchtsstätte, die ich in GOTTES Güte finde, benutzen, um mich heilsam zu bessern. Ich will alle meine Sünden bereuen, ich will GOTTES Gebote lieben und achten und will unerschütterliches Vertrauen haben auf die Liebe dessen, der mich erlöst hat.
Die gerechte Barmherzigkeit
Lazarus und der Prasser
Oben: Lazarus am Tisch des Prassers; Mitte: Tot des Lararus; Unten: Tot des Prassers;
Die Strafen der Hölle sind unvergleichbar mit den Leiden dieser Welt. Auch in den grössten Leiden der Menschen gibt es gewöhnlich noch eine medikamentöse Beruhigung. Aber selbst da, wo es keine solche Linderung gibt, kann sich der Gerechte noch auf den Tod und das ewige Leben freuen. Die Hölle kennt keinen Ausweg. Wie unerträglich wird uns auch der kleinste Schmerz, wenn er Tag und Nacht fortdauert. Stelle man sich einen Schmerz vor, über den hinaus es keinen grösseren gibt und der ohne Ende dauert. Der reiche Prasser lechzt schon seit Jahrtausenden darnach, um wenigstens einen Augenblick seinen Durst zu stillen. Vergebens!
Mein GOTT im Himmel, Deine Strafe ist gerecht, und die Hölle ist zugleich ein kraftvoller Schutz für die sittliche Ordnung der Menschen, den Du uns in Deiner Barmherzigkeit gegeben hast. Es ist wahr, mein GOTT, es gibt keinen Verdammten, der nicht bekennen müsste. «Du bist gut und barmherzig bis zum Übermaß in der Zeit, Du bist gerecht in Ewigkeit.
Eine endlose Doppelqual
Wir haben also in der Hölle eine doppelte Qual zu unterscheiden, die Qual der Sinne und die Qual des Verdammtseins. Die Qual der Sinne wird durch das ewige Feuer verursacht, die Qual des Verdammtseins ist die des Ausschlusses von der Anschauung GOTTES. Sie steigert also die Qual der Sinne ins Unermessliche. Welche Erleichterung für die Insassen der Hölle, wenn sie erführen, wir bleiben vielleicht nur 100, vielleicht nur 10000, vielleicht nur 1 Milliarde Jahre hier, aber dann hat es ein Ende! Es wäre doch ein Hoffnungsschimmer. So aber erleichtert nichts ihre Qual. Selbst nach Jahrmilliarden wird der Verdammte noch so brennen, als sei er eben in die Hölle gekommen. Die Wände dieses Gefängnisses sind ja unerschütterlich. Der Rauch des Feuers steigt auf in Ewigkeit. Es ist die Flamme, die nie erlischt. Die Geister, die mitgefangen sind, sind unsterblich. Die Sünde aber kann dort nicht vergeben werden, weil es in der Hölle keine Reue mehr gibt. In den Qualen der Unterwelt wirkt die Kraft des Blutes Christi nicht mehr. Wie schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen GOTTES zu fallen. (Hebr 10, 31).
Wie kann sich ein Geschöpf nur so überheben und den Zorn des lebendigen GOTTES herausfordern? Wie kann man sich freiwillig von GOTT als seinem letzten Ziel und Ende seiner höchsten Vollendung lossagen? Welche Verblendung liegt darin, dass sich ein Mensch um einer einzigen bösen Stunde willen die Ewigkeit der Hölle zuzieht! Mit Recht sagt der Weise.“ Für einen Pfennig Lust eine Million Reue. Aber eher müsste man sagen: Für einen Pfennig Lust eine Million Hass und Verzweiflung.»
Mensch, sei vernünftig, wache über deine Seele! Tu deinem Willen Gewalt an, um alles Böse in ihm zu brechen und ihn auf das Gute auszurichten. Fürchte nicht die kurze und leichte Strenge der Busse, sondern fürchte die ewige und schreckliche Rache GOTTES.
Und so wird die Hölle für immer geschlossen sein und umso heisser brennen, wie auch ein geschlossener Ofen heisser ist als einer, der Zug hat (Hieronymus Bosch)
Vergleich zwischen Sünde und ihrer ewigen Strafe
Leib und Seele nahmen teil an der Sünde. Der eine wie die andere werden dadurch auch an der Strafe teilnehmen. Die äusseren und die inneren Sinne erleiden ihre Strafe, je nachdem wie sie Ursache oder Antrieb zur Sünde gewesen sind. Die Augen, die so viele unerlaubte Blicke um sich warfen, werden in Ewigkeit nur noch Dinge des Schreckens sehen. Die Ohren werden für alle unreinen Reden und Lieder, die sie hörten, für alle ehrabschneidenden und lieblosen Worte, die sie gerne vernahmen, nur Heulen, Zähneknirschen und Verwünschungen vernehmen. Die Gaumenlust wird mit der Bitterkeit des Hasses, die Weichlichkeit mit ewiger Marter bestraft werden.
Welche Torheit liegt doch darin, sich für eine kurze, eitle Sinnenfreude ewig zu verdammen. Weise und wie ein vernünftiger Menschen handelt jeder, zumal der Christ, der sich mit Strenge wappnet gegen die Verlockungen und gefährlichen Freuden dieser Welt. Glücklich der Mensch, der sich auch die unschuldigsten Freuden nur mit Vorsicht und grosser Mässigung leistet. Er sammelt so Kraft für die Augenblicke, da er die verbotenen Freuden abweisen muss.
Wer kann sich die schauerlichen Bilder vorstellen, die die Phantasie eines Verdammten erzeugen wird, die Wut, von der sein Herz zerrissen, die ungeheure Beschämung, in die die furchtbarsten Leidenschaften ihn stürzen; endlich den wütenden Zustand aller sinnlichen Kräfte? So endet der Missbrauch, den man täglich mit seinen Sinnen macht! Ist es nicht weit besser, sich dem Dienst des Herrn zu unterwerfen? Ist es nicht vernünftiger, die paar Jahre seines Lebens das leichte Joch seiner Gebote zu tragen, als eine Ewigkeit von den Ketten der Sünde in den Abgrund der Hölle gezogen zu werden?
Feuer mit Feuer bekämpfen
GOTT bedient sich in der Hölle der Strafe des Feuers. Wo sich das Feuer einmal festfrisst, und wo es nicht gelöscht wird, da geht es nicht mehr fort, bis der Zündstoff verzehrt ist. Nun verbrennt aber der Verdammte in Ewigkeit nicht; also wird das Feuer ihn nie verlassen. Die Heftigkeit des höllischen Feuers richtet sich nach dem Grad der Sünde. Der Herr sagt bei Lukas (22,47) von den hochmütigen Schriftgelehrten: «Sie werden eine grössere Verdammung erleiden.»
Die verschiedenen Grade der Verdammung, entsprechend den Graden der Sünde, werden in der weniger tiefen oder tieferen Erkenntnis des Gottesverlustes erlitten. Je deutlicher ein Verdammter also erkennt, dass er GOTT, das höchste Gut, verloren hat, je mehr er sich nach diesem höchsten Gute sehnt, desto grösser ist seine Qual, wenn er sich sagt: Ewig hier unten!‘ Welch grosses Übel ist die Sünde, da der gerechte GOTT, der unendlich gute und liebenswürdige GOTT, der nichts Böses denken und tun kann, so mit dem Sünder verfährt. Dabei ist dieser Sünder noch sein Ebenbild, ein Mensch, den er am Kreuze mit seinem Blut erlöst hat. 0h verfluchte Sünde, wie bitter sind deine Früchte, wie schrecklich deine Folgen!
Oh Mensch, wenn du in Versuchung zur Sünde bist, stell dich an den Rand der Hölle und schau hinab. Wenn dich deine Sinne verlocken, denk an die Qualen des Feuers. Wer von euch mag wohnen im verzehrenden Feuer? Wer von euch mag wohnen bei den ewigen Gluten? (Jes 33, 14).
Bekämpfen wir Feuer mit Feuer. Das sicherste Mittel gegen das Feuer der Hölle ist das Feuer der Liebe zu Gott und das Feuer der Leiden im Prüfungsofen dieser Welt. Lasst uns in allen Gefahren und Versuchungen GOTT anhangen. Lasst uns über allen Nöten und Sorgen den Lobgesang der drei Jünglinge im Feuerofen singen. Dann wird der Herrgott auch uns vor den Flammen der ewigen Verdammnis bewahren, wie er jene Jünglinge bewahrte und wie er den HI. Laurentius aus den Feuern dieses Lebens in die Glut seiner ewigen Herrlichkeit rettete.
«Weiche von mir, du Verfluchter»
Die grösste Strafe der Hölle aber ist das Elend der ewigen Verdammung. Elend heisst ja ohne Land, die Verdammten sind heimatlos. Unsere Heimat aber ist GOTT. Weil der Mensch hier auf Erden GOTT noch nicht so tief erfasst, wie er es in der Ewigkeit tun kann, so empfindet er auch hier unten den Verlust GOTTES noch nicht so stark, wie ihn die Verdammten erfassen. Mit dem Tode fällt der Schleier von unsern Augen, wir können GOTTES gütiges Angesicht schauen. Wie entsetzlich muss es dann sein, für alle Ewigkeit das Wort zu hören: «Weiche von mir, du Verfluchter» Mein GOTT ich sollte Dich niemals sehen? Du würdest mich auf ewig aus Deiner Gegenwart verbannen? Du hast mich erschaffen, um Dich zu besitzen und zu geniessen. Und Du solltest mich mit einer Hand verstossen, während Du mich mit der andern an Dich ziehst? Ich bin für den Himmel gemacht und sollte in die Hölle kommen? Getrennt von Dir, entfernt aus meinem himmlischen Vaterlande, beraubt der Gesellschaft Jesu Christi, seiner hochheiligen Mutter und aller Heiligen des Paradieses sollte ich Dich hassen? Ich sollte ewig von Dir und allen Deinen Auserwählten getrennt sein? Das ist die Hölle der Hölle!
Oh Herr im Himmel, hab Mitleid mit unserer Blindheit. Lass die Flammen der Hölle ohne Unterlass vor unsern Augen leuchten, damit ihr Anblick uns mit heilsamen Schrecken erfülle. Lass uns begreifen, dass es besser ist, die Grenzen Deiner Gebote zu wahren, als in den Ketten der ewigen Verdammnis zu leiden. Vater des Erbarmens, habe Erbarmen mit uns armen Menschen, lass uns lieber hier in der Welt leiden als dort in der Ewigkeit. Göttlicher Heiland, liebenswürdiger Erlöser, gib uns eine wahre Kreuzesliebe, damit wir durch Kreuz und Leid in die Herrlichkeit eingehen und ewig gerettet werden.
Mein GOTT, bewahre mich vor der ewigen Verdammnis. Bedenke, dass ich das Werk Deiner Hände bin, dass ich die Züge Deines Angesichtes trage. Du gabst mir Verstand, um Dich zu erkennen, ein Herz, um Dich zu lieben! Lass die Güte und Liebe, mit der Du von Ewigkeit her für mein Heil gesorgt hast, nicht verloren sein. Liebenswürdiger Herr, furchtbarer GOTT, wer wird Dich loben in der Hölle? (Ps 6, 6) Ich aber will Dich loben und benedeien und lieben alle Tage meines Lebens, ich will Dich preisen und erheben in Ewigkeit.
Quelle:
Text aus der Zeitschrift Ewig Sept/Okt 1997 Assisi Verlag
Jesus sagt:
Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. (Bibel, Math. 7,13)
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Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle; denn ich leide Pein in diesen Flammen.
(Lk 16,23+24)









